Geschichte und Inhalte des Gemeindeunterrichts
"Unterricht und religiöse Unterweisung der Kinder haben im Baptismus immer einen hohen Stellenwert gehabt. Schon vor Gründung der ersten Gemeinden engagierte sich Johann Gerhard Oncken beim Aufbau einer Sonntagsschule. Sonntagsschulen haben von Anfang an ihren Platz in vielen Gemeinden und damit auch das Anliegen der religiösen Unterweisung der Kinder. Bereits auf der ersten Bundeskonferenz im Jahre 1849 spricht man sich für einen eigenen baptistischen Religionsunterricht aus.
Die Einrichtung eines speziellen Unterrichtes für das Teenageralter geschah jedoch erst später. Sie ist eine Reaktion auf die Auseinandersetzung mit der landeskirchlichen Praxis des Konfirmandenunterrichts.
Auch wenn der Gemeindeunterricht in der Regel mit derselben Altersgruppe und oft mit parallelen Inhalten wie der landeskirchliche Konfirmationsunterricht durchgeführt wird, soll er nicht der Bekräftigung einer Säuglingstaufe dienen. In Baptistengemeinden werden nur solche Menschen getauft, die dies aufgrund ihres Glaubens wünschen. Die TeilnehmerInnen des Gemeindeunterrichts sind daher meistens nicht getauft. Für sie ist der Gemeindeunterricht eine Gelegenheit das bisherige biblische Wissen zu ordnen und zu ergänzen und auf die Relevanz für ihr eigenes Leben hin zu überprüfen.
Der Gemeindeunterricht wird dementsprechend mit einem festlichen Gottesdienst ohne Taufe beendet, in dem die Teenager unter den Segen Gottes gestellt werden. Themen einer Gemeindeunterrichtsgruppe sind z.B.: Die Bibel, Jesus, Fragen an Gott, Das Kirchenjahr, Baptistengemeinden - andere Kirchen, Gott heute erleben.

